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Archiv 1993 - 1999

 

Mit einer Ausstellung zum Gedenken an den Mindelheimer Maler Ludwig Schäfferling (1901 – 1984) begann 1991 die Vorgeschichte des heutigen Kunstvereins. Einige Mindelheimer Künstler und Kunstliebhaber beschlossen, die Erinnerung an das Werk Schäfferlings lebendig zu halten. Zudem wollten die der Gruppe zugehörigen Kunstschaffenden die Ausstellung mit einer kleinen Auswahl ihrer Werke ergänzen. Zur Ausstellungseröffnung im November 1991 wurde ein Katalog herausgegeben, der neben den Werken Schäfferlings auch Kurzporträts mit Werkfotos der Beteiligten enthält und als Ziel formuliert: „bekannte und unbekannte Maler zu publizieren und die Mindelheimer Szene zu beleben.“ Die Reaktion der Öffentlichkeit waren außerordentlich positiv.

 

1993


Gründung des Vereins unter dem Namen Förderverein Mindelheimer Künstler e. V. Am 26.10.1993 unterzeichneten zwölf Gründungsmitglieder (Anna-Maria Bauer, Sigrid Antonie Dietz, Carola Distler, Erwin Holzbaur, Werner Kienle, Oswald Latza, Constanze Schmid, Erich Schmidt, Hubert Schwank, Peter Wagner, Brigitte Wander und Karl Wohlfahrt) die Satzung des neuen Vereins.

Aus den Verkäufen der Künstlergruppe des Jahres 1991 ist kleines Startkapital geblieben, über die Ziele und die Ausrichtung des Vereins war man sich rasch einig. Man will keine abgeschlossene Künstlergruppe sein, sondern eine Vereinigung, die offen ist für alle, deren Leidenschaft die Kunst, ob nun schaffend, fördernd oder „nur“ genießend. Der Verein möchte den Kunstschaffenden der Stadt und ihres Umlandes Raum geben, möchte Forum sein für all diejenigen, denen die Auseinadersetzung mit Kunst schönes Hobby ist, aber auch für die professionell tätigen Künstler, für den aufstrebenden Nachwuchs wie für die Etablierten, für. Daneben will man in Zusammenarbeit mit den Mindelheimer Museen und privaten Sammlern die Werke verstorbener Künstler aus der Region wieder entdecken und der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Ausstellungsräume fand der Verein im ehemaligen Betonwerk der Firma Glass, das sich im Besitz des Mindelheimer Maschinenbauunternehmens Grob befindet. Ein erstes großes Projekt: die Umgestaltung des Betonwerks zum „Kunstwerk“...

 

1994


Erste Ausstellungseröffnung im „Kunstwerk“ (06.05.1994) durch Bürgermeister Erich Meier und Landrat Dr. Hermann Haisch. Es beteiligen sich 35 Kunstschaffende. Viele der mehr als 300 Besucher der Vernissage bleiben bis nach Mitternacht. Der Start ist gelungen. Im Herbst  folgt die zweite Ausstellung, an der sich bereits 40 Personen aus dem Raum Mindelheim beteiligen...

 

1995


Unter dem Titel „Väter und Söhne“ präsentiert der Verein im Frühjahr 1995 Gemälde der Väter Ernst Georg Holzbaur (1884 – 1961), Otto Epple (1901 – 1993), Georg Schwank (1910 – 1984) zusammen mit den Werken ihrer Söhne Erwin Holzbaur (* 1927), Franz Epple (* 1949) und Hubert Schwank . Zudem wird vom Verein ein Katalog herausgegeben.

Die Herbstausstellung (ab dem 16.09.1995) vereint mehr als 250 Arbeiten von 54 Künstlerinnen und Künstlern aus Mindelheim und den Partnerstädten Bourg-de-Pèage, Verbania, Tramin, East Grinstead, Saint Feliu de Guixols und Schwaz.

 

1996


Das Jahr ist geprägt von der Suche nach neuen Ausstellungsräumen, denn das durch Ausstellungen und Konzerte rasch legendär gewordene „Kunstwerk“ ist nach Ablauf des Nutzungsvertrag Geschichte. In drei Jahren „Kunstwerk“ hatten mehr als 3000 Besucher die besondere Atmosphäre unter der Seide eines Fallschirm zu schätzen begonnen. Bürgermeister Erich Meier und Kulturamtsleiter Christian Schedler gewähren der „ortlos“ gewordenen Kunstszene ein attraktives Asyl in der Ausstellungshalle der Mindelheimer Museen im ehem. Jesuitenkolleg...

 

1997


„Menschen“ sind das Thema der ersten Ausstellung im Frühjahr 1997 in den neuen Räumen. Im Herbst zeigt der Verein die von hoher Sensibilität geprägten Porträts und Studien der Pepi Huith (1877 – 1922). Unter dem Titel „Pepi Huith. Eine Mindelheimer Malerin“ erschließt ein Katalog das Werk dieser Künstlerin für die Nachwelt. Dazu präsentieren 10 Künstlerinnen aus dem Verein (Sigrid Antonie Dietz, Diana Friedrich, Ingrid Holdry, Maria Kühnel, Haide Lauer-Mader, Gabriele Ritter, Erika Rothfelder, Rita Steber, Alexandra Vogt und Brigitte Wander) ihre Arbeiten.

 

Beginn der Ausstellungen im Caritas Altenpflegezentrum St. Georg („Caritas durch Kunst“), organisiert bis 2001 durch Sigrid Antonie Dietz, danach durch Roswitha Schläger (Stellv. Vorsitzende bis 2005).

 

1998


Herbstausstellung | Begegnungen (Jesuitenkolleg)

 

Erste Kunstfahrt....

Mit einer „Reise ins Ungewisse“ geht der Verein ab dem Frühjahr 1998 neue Wege, um Interessierten die Begegnungen mit den großen Werken der Kunstgeschichte und der Kunst der Gegenwart zu ermöglichen. Der Besuch der Ausstellung „Eine Reise ins Ungewisse. Arnold Böcklin – Giorgio de Chirico – Max Ernst:“ (Haus der Kunst, München) wird zum Anfang der bis heute äußerst beliebten, von Gerda-Marie Büllmann organisierten, Kunstfahrten.

 

1999


Herbstausstellung im Jesuitenkolleg

 

Kunstfahrten

- „Die Nacht“ (Haus der Kunst, München)

- Alte Pinakothek, München