|
Über den Kunstverein Mindelheim Frühjahrsausstellung | Herbstausstellung | Kunst im Rathaus | Altenpflegezentrum |
|
|
|
|
|
|
|
06.05. - 27.06.2010 Georg Schwank & ZeitgenossenAusstellungshalle der Mindelheimer Museen Täglich außer Montag 10 - 12 Uhr und 14 - 17 Uhr |
|
|
|
Zum Gedenken an den 100. Geburtstag von Georg Schwank gibt die von den Mindelheimer Museen in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Mindelheim konzipierte Ausstellung Einblick in das umfangreiche zeichnerische und malerische Werk Georg Schwanks und setzt es in den aufschlussreichen Dialog mit dem künstlerischen Schaffen von Weggefährten und Zeitgenossen aus der Region. In mehr als 200 Exponaten zeigt die Ausstellung, dass die Wertschätzung regionaler Kunst und der wertschätzende Blick auf die Heimat nichts mit Provinzialismus zu haben muss. Freilich: Die Ausstellung zeigt nichts, was Aufsehen erregen könnte, nichts Spektakuläres, nichts Provokatives, nicht Unerhörtes. Dass der schwäbische Raum „keine laute Provinz“ ist, gilt auch für das künstlerische Schaffen Georg Schwanks und der in den Blick genommenen Zeitgenossen. Dass es jedoch auch jenseits des Spektakulären Bemerkenswertes zu entdecken gibt, ist der Leitgedanke hinter dieser Ausstellung.
Als Malermeister war Georg Schwank im Handwerk verwurzelt und zeitlebens offen für die Kunst. Als Künstler hätte er sich selbst wohl aber nicht bezeichnet. Und dennoch war ihm das freie Gestalten vorwiegend mit Bleistift, Tempera und Pastellkreiden in seiner knappen Freizeit „Lebenselixier“. Als bodenständiger, heimatverbundener Mensch brauchte er als Anregung zum künstlerischen Sehen nicht mehr als das, was ihm die „kleine Welt“ seiner Stadt und ihrer unmittelbaren Umgebung vor Augen führte. Der Rundgang durch die Ausstellung ist daher zu einem großen Teil auch ein „Spaziergang“ durch die Stadt und ihr Umland. Der geschulte Blick Georg Schwanks, sein zeichnerisch sicheres Erfassen des Dargestellten und sein Gefühl für die farbliche Nuancierung lassen uns dabei manches deutlicher erkennen und intensiver wahrnehmen. Als aufmerksamer Beobachter hat Georg Schwank in zahlreichen Blättern manches heute nicht mehr oder nicht mehr in seiner ursprünglichen Form bestehende Gebäude oder Ensemble dokumentarisch festgehalten. Fasziniert vom Wechsel der Jahreszeiten hat er machen Winkel der Stadt und die Schönheit mancher Landschafträume mehrfach und immer wieder neu interpretiert. Die andere Farbigkeit der während des Kriegsdienstes als Sanitätsgefreiter auf dem Balkan und in Griechenland unter einem „anderen Licht“ festgehaltenen Eindrücke zeigt die Sensibilität und Aufmerksamkeit Georg Schwanks, der auch bemerkenswerte Stillleben und Figur- und Porträtzeichnungen geschaffen hat.
Sich ein solides, profundes handwerkliches Können anzueignen und dieses stetig weiter zu entwickeln war für ihn elementare Voraussetzung jeglichen Gestaltens. Er wollte in Übung bleiben, das Erreichte war für ihn kein Grund, sich auszuruhen. Bis in seine letzten Lebensjahre hinein malte und zeichnete Georg Schwank unermüdlich, weil er das, was er sah, bleibend zum Ausdruck bringen wollte. Dieser Anspruch, dieses Selbstverständnis und das ernsthafte Ringen um bleibend gültigen Ausdruck findet sich auch bei allen in der Ausstellung in den Blick genommenen Zeitgenossen. Dass Kunst aus soliden handwerklichen Grundlagen und der Bereitschaft zu stetiger Weiterentwicklung erwächst, ist die gemeinsame Basis aller vorgestellten Künstlerinnen und Künstler. Die Vorliebe für bestimmte Sujets wie die Darstellung von Architektur, Landschaft, Floralem und Stillleben, die Hinwendung zur menschlichen Figur und zum Porträt sowie das Ausschöpfen unterschiedlicher gestalterischer Mittel verbindet Georg Schwank ebenso mit seinen Zeitgenossen wie die Eingebundenheit des eigenen Schaffens in jenen Kontext, den wir gewöhnlich Heimat nennen.
Führungen
Offene Führungen
Eintritt
Katalog
Besondere Veranstaltungen
|
Ausgestellt werden Werke von
Josef J. Jaschke (1887 – 1972) Eduard Bechteler (1890 – 1983) Ludwig Schäfferling (1901 – 1984) Arthur M. Miller (1901 – 1992) Melchior W. Mittl (1902 – 1977) Robert M. Miller (1904 – 1991)
|
|