Mitteilungen des Vorstands
Kunstverein: Mitgliederausstellung schließt mit Publikumsrekord
Die Mitgliederausstellung des Mindelheimer Kunstvereins erwies sich erneut als Publikumsmagnet. Auch dieses Mal konnten rund 1200 Besucherinnen und Besucher der Präsentation über ihr Lieblingsexponat abstimmen.
Mindelheim – Mit dem Motto „Schönheit rettet die Welt“, das auf Fjodor Dostojewski zurückgeht, hatten die Macher der Schau (vom 21. Februar bis 1. März 2026), offensichtlich einen Nerv beim Publikum getroffen: Seitdem die Mitgliederausstellung einmal jährlich stattfindet, hatten sich noch nie so viele Kunstinteressierte im Forum am Theaterplatz eingefunden, um insgesamt 99 Werke von 58 Künstlerinnen und Künstlern in Augenschein zu nehmen. In seinem Grußwort zur Finissage hob der erste Vorsitzende Klaus Ruttmann deshalb hervor, dieser Zuspruch sei die schönste Bestätigung dafür, dass der Verein sowohl mit seinem Ausstellungskonzept als auch mit seiner allgemeinen Zielsetzung auf dem richtigen Weg sei: Es gelte vor allem, Kunstschaffende aus der Region zu fördern, sie mit Kunstinteressierten zusammenzubringen sowie das Kunstinteresse in der Öffentlichkeit zu stärken.
Obwohl einige der Ausstellerinnen und Aussteller das Leitthema im Vorfeld als nicht ganz einfach empfanden, gelang es dennoch, eine erstaunliche Vielfalt interessanter und höchst gelungener Interpretationen anzuregen. So waren dieses Mal neben Gemälden und Zeichnungen auch zahlreiche dreidimensionale Werke von Holz-, Keramik- und Bronzeskulpturen bis hin zu filigranen Schmuckstücken, Installationen und sogar recycelten Textilien zu bewundern.
Die zur Wahl ihrer Lieblingsexponate aufgerufenen Gäste hatten es damit nicht eben leicht. Jedoch war festzustellen, dass sich viele Besucherinnen und Besucher mit großer Aufmerksamkeit ihrer Aufgabe widmeten, jeweils drei Exponate auszuwählen. Schließlich wurden rund 2300 Stimmen abgegeben.
Den Höhepunkt der Finissage am Sonntagnachmittag bildete die Verleihung der drei Publikumspreise. Laudatorin Christel Klemenjak beglückwünschte zwei Siegerinnen und einen Sieger: Den dritten Preis erhielt Stefanie Mayer für ihr Gemälde „Die Würde des Stillen“, das einen überlebensgroßen Schwan zeigt. Zweitplatzierte war Ingrid Miller mit einem großformatigen Seestück unter dem Titel „Sehnsucht + Meer“. Den ersten Platz belegte Michael Bahr mit seinem vergleichsweise kleineren realistischen Pastellgemälde „Theobald“, das einen Tiger darstellt. Der Titel des Bildes bezieht sich auf das Pseudonym „Theobald Tiger“, unter dem Kurt Tucholsky einst Beiträge in der bekannten Zeitschrift „Die Weltbühne“ veröffentlichte, und kann als Hommage an den berühmten Autor gelten.

Den Höhepunkt der Finissage zur diesjährigen Mitgliederausstellung des Kunstvereins bildete die Verleihung der Publikumspreise, überreicht von Laudatorin Christel Klemenjak. Im Bild von links: Vorsitzender Klaus Ruttmann, Laudatorin Christel Klemenjak, Ingrid Miller (2. Preis), Michael Bahr (1. Preis) und Stefanie Mayer (3. Preis)